Gestern war es mal wieder soweit, der Vorabend des jährlichen CSD-Spektakels musste gemeistert werden. Wie in den Vorjahren (2006 und 2005) war ich dabei, mittlerweile zum dritten Mal. Kurze Zusammenfassung: Es war gut und lustig! Aber der Reihe nach.
Es gab viel neues diese Woche: Am Dienstag kamen meine zufällig von einer Arbeitkollegin auf eBay entdeckten Schuhe an. In 47 sind Damenschuhe rar gesäht, v.a. die hübschen. Meine frisch bei Forever Blond bestellte Perücke traf gestern in allerletzter Minute ein. Eine frisch erstandene Bluse und neu kombinierte alte Sachen machten meine äußerliche Renovierung perfekt. Ich will mir nicht wieder anhören müssen, dass man mich am Outfit erkennen könnte!
Ich traf mich mit der Ruhrgebietfraktion wie letztes Jahr am Timp, um von dort aus - wie letztes Jahr - zum Chinesen einen Happen Buffet essen zu gehen. Ein paar Getränke an verschiedenen Ständen weiter ging es zur Blue Lounge. Auch hier war alles wie letztes Jahr, lange Schlange und ungeduldige Mittransen, die wieder in die Altstadtkneipe vom letzten Jahr wollten, anstatt zu warten.
In besagter Altstadtkneipe, deren Namen ich noch immer nicht weiß angekommen ging es hoch her, auch wenn das Ganze dem Publikum nach eher eine Ü-30-Party war. Tanzen ging auf jeden Fall mit den neuen Schuhen. Nur an die neue Perücke hatte ich mich noch nicht so ganz gewöhnt.
Wir blieben nicht lange alleine. Wie immer waren es nur die Frauen und Junggesellenabschiede, die es sich trauten uns anzusprechen. Und Männer fortgeschrittenen Alters, die einen mit eindeutigem Ziel angraben wollten. Zum Glück war ich zu diesem Zeitpunkt schon mit einem Mädel im Gespräch, die kurzfristig meine Freundin mimte und den Mann zum Abgang zwang. Danke nochmal!
Wie schon vorher kam ich in und vor der Kneipe mit einigen Frauen in's Gespräch. Es kamen die Standardfragen, wie sind alle Transen schwul usw. Ich kann es verstehen wenn jemand das fragt und ich finde es toll, dass sie alle gefragt haben anstatt das weiter zu glauben.
Danke an alle Mädels, denen ich ein wenig angetrunken erzählen durfte, dass nicht alle Transen gleichzeitig auch auf Männer stehen. Dass Männer meist zu feige sind es ihren Freundinnen/Frauen zu sagen. Dass Männer diese Probleme nicht hätten, wenn sie sich á la Frauenbewegung etwas koordiniert zusammenrotten würden.
Nun ist Sonntag Abend. Meine Füße tun noch ein wenig weh. Geblieben ist der Pandabär im Gesicht und die Erinnerungen an gestern. Es war schön! Ich danke allen, mit denen ich reden durfte und die mit mir weg waren.
Der Transen-Akku ist wieder randvoll!