27. Juli 2008

Love it, change it or leave it

Corridor

Liebe es, änder es oder verlasse es. Dieser Spruch aus der Arbeitswelt passt wunderbar zum Thema: Arbeit.

Arbeit nimmt einen großteil der Woche ein, vorausgesetzt man hat eine. Aber selbst wenn man keine Arbeit hat, bestimmt sie den Tagesablauf. Man kann also mit Fug und Recht behaupten: Arbeit ist ein sehr wichtiger Teil in unserem Leben.

Angefangen

Bei meiner ersten Arbeitsstelle nach dem Studium erzählte ich nach ca. zwei Monaten den ersten Kolleginnen davon. Später wussten es immer mehr und ich lud sogar zu mir nach Hause ein. Aber schon hier kristallisierte sich für mich immer mehr heraus, wodrauf es hinaus laufen würde.

Wie so oft schiebe ich dies darauf, dass es mir nicht so sehr darauf ankommt, dass ich wie Sarah aussehe, sondern dass ich mich wie ich verhalte. Wie eine Mischung zwischen dem Mann der ich sein sollte und dem Wesen was ich bin.

Dieses Wort Mischung hört sich nach Kompromiß an, ist es aber nicht. Eher ein Durchschnitt, wie ich mit meinen Mitmenschen umgehe. Menschen die mir wichtig sind bekommen am meisten "mich", Menschen die mir unwichtig bis egal sind bekommen die MannMann-Version.

Menschen in meinem Umfeld die von Sarah wissen, bekommen am ehesten mich zu Gesicht, weil ich bei ihnen nicht die Hemmschwelle habe, wie bei Unwissenden. Sie sind mir vertrauter und somit kann ich ihnen auch mehr Vertrauen entgegen bringen. Einen Gruß an alle, die sich angesprochen fühlen.

Zum Originalbeitrag

Möglichkeit: Love it

Mittlerweile habe ich seit über 3 Monaten einen neuen Job. Die Firma ist deutlich größer und ich wachse in eine Führungsposition hinein. Das hatte für mich zur Konsequenz, dass ich es nicht wie bei der alten Arbeit erzählen würde. Zu schnell könnte mir das zum Verhängnis werden, obwohl die Firma an sich relativ locker ist. Lieber die Füße still halten, als auf die Nase fliegen.

Wie kommt meine Persönlichkeit da hinterher? Sehr gut sogar, weil ich sie liebe. Sie – Sarah, sie – meine Persönlichkeit, mich. Ich lasse es im Rahmen meiner Möglichkeiten konsequent raus. Gepflegte, legere Geschäftskleidung, aber eher weiblich angehaucht. Muster und Farbe. Die Umhängetasche ist meine „Handtasche“. Das ganze klappt so gut, dass mir mittlerweile schon einige KollegInnen attestierten, dass ich „wie eine Frau sei“.

Enjoy it

Dieser Status ist genau das, was ich brauche. Innerlich wie äußerlich muss ich mich nur im normalen Rahmen verbiegen und/oder einschränken – es ist immer noch Arbeit. Ich werde akzeptiert und geschätzt wie ich bin. Das ist mehr als ich je gehofft hatte zu haben und macht mich glücklich.

Zu allem Überfluss versetzt mich dieser Status in die Situation, dass es, wenn es denn mal herauskommen sollte, niemanden so wirklich überraschen wird.