9. November 2008

Außenwirkung in freier Wildbahn

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Ich war gestern Abend mit meiner besten Freundin etwas essen. Seit wir beide Berufstätig sind und auch beide in einer Beziehung leben ist es schwierig einen gemeinsamen Termin zu finden. Aber: Wir haben es geschafft.
Sie war die Erste in meinem Bekanntenkreis, die von Sarah erfuhr und wir waren auch schon zum CSD zusammen unterwegs.

So viel zur Vorgeschichte, nun zum Eingemachten. Ich hatte gestern ein sehr großes Verlangen als Sarah durch die Weltgeschichte zu stiefeln, habe es aber gelassen. Warum?

Meine beste Freundin weiß davon, wir waren schon zusammen aus, beste Vorraussetzungen sollte man annehmen. Irgendwie hat sich aber auch etwas in mir dagegen gesträubt, denn verdammt noch mal es ist immer ein Thema, wenn ein Mann wie eine Frau angezogen durch Köln geht und noch nicht Karneval ist. Es erregt Aufsehen und Interesse und damit meine ich noch nicht einmal negatives.

...strahlt nach Innen

Dead behind

Wir haben gestern lecker gegessen und endlich mal wieder den ganzen Kram erzählt, der uns so auf unseren Seelen drückte oder zumindest kitzelte. Wäre ich als Sarah aufgekreuzt, wäre ihr das bei ihr zu Hause wahrscheinlich ziemlich wurscht gewesen. Aber in der Öffentlichkeit, einem Restaurant, hätten uns wahrscheinlich mehrere Leute angestarrt. Dadurch wäre es ein unterschwelliges Thema gewesen. Das wollte ich nicht.

Ich will nicht, dass meine sowieso immer vorhandene weibliche Seite, wenn ich sie äußerlich zur Schau trage, meine Kommunikation zu meinen Freunden/Bekannten beeinflusst. Wobei ich auch schon oft festgestellt habe, dass es mir bei der „Verkleidung“ genau darum geht. Wahrgenommen zu werden. Es ist kompliziert...