12. Juli 2009

Weggehen im Bekanntenkreis

Fireworks Hair

Neulich zum CSD hatte ich zwar die Hütte voller Transen (zeitweise vier an der Zahl: Nina, Janke, Sheila und Zoe), bin aber wegen der Hitze nicht selber als Sarah vor die Türe gegangen. Das war sehr Schade, wollte Sarah doch seit geraumer Zeit mal wieder ein wenig Raum beanspruchen.

Eine Woche später bin ich aber dann doch in weiblichem Gewand ausgegangen und das auch noch als einzige Transe zu einer nicht-Transenveranstaltung, nämlich den Kölner Lichtern. Zum Feuerwerk wollte ich sowieso gehen, ob als Sarah oder nicht war nicht entschieden. Aber ich habe mich wieder von meinem Gefühl leiten lassen, das eindeutig sagte: Geh als Sarah zu den Lichtern.

Kollegen, Bekannte und Freunde

Stellte ich letztes Jahr noch fest, dass es für Kollegen, Bekannte und Freunde durchaus problematisch sein kann, wenn sie mit mir der Transe ausgehen, so kümmerte es mich einfach mal nicht. Ich muss sagen, dass ich gut daran getan habe, denn bis auf einen Vollspacken, gab es wenn dann nur positive Reaktionen auf mein Äußeres.

Der Vollspacken plärrte, sobald er mich in der U-Bahn-Haltestelle erblickte sofort durch den ganzen Raum, dass ich ja ein Typ sei. Toll, Kleiner 10 Punkte. Als ich dann auf ihn zuging, um mit ihm anzustoßen, wich er aber zurück und wurde ruhig. Meine Begleiterinnen blieben wie ich relativ gelassen, und wir gingen mit einem Kopfschütteln weiter.

Dritte Personen

Was mich aber am meisten positiv beeindruckt hat, war die Tatsache, dass auch eine später dazugekommene Gruppe, die nicht auf mein Äußeres vorbereitet war, mich komplett normal behandelte. Diese positive Überaschung werde ich wohl so schnell nicht wieder vergessen. Danke dafür!

Der Abend hat mir sehr gut getan, war Balsam für meine weiblichen Seelenanteile, die sich nun auch mal wieder äußerlich gewertschätzt fühlen durften. Das war toll und in der Konstellation sicher nicht das letzte Mal. Am schönesten fand ich die Aussage einer Freundin: „Du warst nicht anders als sonst, außer dass du ein wenig anders aussahst.“